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    Wir bogen von der Hauptstraße ab. Es war bereits 16 Uhr und und wir hofften auf dem ausgewählten Stellplatz noch ein freies Plätzchen zu erwischen. Noch mehr hofften wir, dass der Stellplatz sich als empfehlenswert rausstellen würde. Denn oftmals wird man von Stellplatzführern oder Internettipps in die Irre geführt und man landet auf einer mit der Wasserwaage austarierten geraden Wiese, die von akurat geschnittenen Büschen umgeben ist und wo man nicht viel mehr sieht als die Plastikverkleidung des neben einem stehenden Wohnmobils. Wenn es möglich ist vermeiden Kai und ich solche Plätze. Daher wird es immer spannend wenn wir einen neuen Platz ansteuern.

    Die kleine Straße, die wie nicht anders zu erwarten auf Rügen, von Bäumen gesäumt war machte nach einigen Kilometern einen Linksknick. An der Ecke befand sich ein Rastlokal für Fahrradtouristen mit einem herrlichen Ausblick aufs Wasser und eigener Fischräucherei. Nur einige hundert Meter weiter erhaschte ich schon das Stellplatzschild Seedorf. Treffer! Ca 5-6 Wohnmobilplätze neben dem Yachthafen. Das erste was wir sahen war der herrliche Ausblick auf hügellige Wiesen die sich hinter dem Yachthafen befanden. Rechts davon eine kleine Brücke auf der sich Angler tummelten und noch weiter rechts eine kleine hölzerne Fischerhütte. Mein Gedanke: Hier bleiben wir!

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    Schnell buxierte ich den Campervan auf einem der Plätze, packte unsere Stühle aus und genoß die warme Sonne, die über diesem Stück Camperglück erstrahlte. Die Anmeldung lief reibungslos. Nachdem wir uns bei den brubbeligen Handwerkern, die ihr Feierabendbierchen am Yachthafen genossen zur Hafenmeisterin durchgefragt hatten, erhielten wir gegen 10€ Übernachtungspauschale auch einen Schlüssel für die Sanitäranlagen. (Die Duschen waren zwar nicht gerade der Knaller: Sehr enge Duschautomaten mit diesen furchtbaren Textilvorhängen. Es war jedoch sauber und ordentlich.)

    Bevor die Sonne unterging wagten wir unseren herrlichen Platz für einen Spaziergang zu verlassen. Wir liefen die kleine Dorfstraße weiter runter und kamen an Bootsanlegestellen, einigen gastronomischen Betrieben und wunderschönen Ferienhäusern vorbei. Die Mischung gefiel uns gut. Es roch nicht nach Massentourismus. Es gab keine Plastik-Kundenstopper, die für Eis oder Angeltouren worben. Es wirkte als ob in diesem Dörfchen darauf geachtet wird alles etwas ursprünglicher lassen zu wollen.

    Die Straße endete und nur noch ein kleiner Fußweg führte weiter am Wasser entlang. Links von einem bewachsenen Hang, rechts vom Schilf und dem Wasser begrenzt. Die Sonne lag golden über der Landschaft und keine Menschenseele begegnete uns. Fast unheimlich auf Rügen, da die Insel doch an den meisten Orten sehr überlaufen ist.

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    Am nächsten Morgen suchte Kai den örtlichen Bäcker auf, der sich als sehr rustikale Verkaufsstätte ca. 500m entfernt herausstellte. Kai war überrascht, dass es noch Bäcker gibt bei denen man seine Brötchen direkt in einer Platiktüte, wie man sie von der Obstabteilung im Supermarkt kennt, erhält. Wir genossen die Ruhe, die über dem Ort lag während wir den Kaffee und die Brötchen verzehrten und machten uns anschießend auf den Heimweg Richtung Kiel. Den Urlaub auf einer Insel zu beenden erinnert mich immer an meine Fehmarn Urlaube als Kind. Ich wusste wenn wir die Brücke von Fehmarn überquerten war der Sommerurlaub vorüber. So erging es mir auch als wir Rügen über die Brücke verließen.

     

    Infos zum Stellplatz:

    Wohnmobilstellplatz Seedorf (Rügen):

    • 10,00€ für Campervan ohne Strom (Platz für ca. 5-6 Camper)
    • WC / ja
    • Duschen / ja (Mit Duschmarken 1 Euro)
    • Frischwasser / ja
    • GPS Daten: N 54 21 15 O 13 39 12
    • Adresse: Seedorf 8, 18586 Sellin
    • Telefon: 038303/95650
    • Hier gehts zur Website des Stellplatz Seedorfs

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