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    Vorzelt? Ja oder Nein? Ich glaube da könnte ich endlose Pro- und Contralisten schreiben. Generell sind Kai und ich ja stets ohne Vorzelt unterwegs. Dennoch lasse ich mich gerne überzeugen und so nahm ich die Chance wahr ein Busvorzelt genauer unter die Lupe zu nehmen. Vergangenes Wochenende bauten wir bei Sonnenschein das Rambler Modell der Marke Brunner vor unserem VW Bus auf.

    Wir widmeten uns zunächst der Aufbauanleitung. Diese ist nicht sehr umfangreich, ohne Bilder und auf englisch. Auch wenn ich mein Englisch als zufriedenstellend bezeichnen würde fehlen mir doch Wörter wie Tunnelzug, Heringe oder Abspannseil. Wir schafften es dennoch das freistehende Campingbus-Zelt innerhalb von 45 Minuten aufzubauen. Für den ersten Versuch durchaus akzeptable, wie ich finde. Das Design gefällt mir als „Zelt-Design-Kritiker“ ganz gut. Schlichtes Grau-Blau mit einem Touch Neon Gelb. In der Nacht kann ich mir dies als sehr hilfreich für die Wiedererkennung vorstellen. Auch die neonfarbenen Leinen zum Abspannen sind gut sichtbar. Von der Größe bin ich tatsächlich etwas überrascht. Der Innenraum ist riesig und unser Bus wirkt fast klein im Vergleich zum Zelt. Eine etwas kleinere Variante würde uns als Paar für längere Reisen vermutlich reichen.

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    Die Verbindung zum Bus kann mittels unterschiedlichen Systemen erzielt werden: Kederschiene, Klettband an der Rehling oder Schleusenstab. Die Öffnung zur Schiebetür ist durch Reißverschlüsse und Befestigungen variierbar, so dass ein kleiner Van aber auch ein langer Kastenwagen einfach mit dem Zelt verknüpfbar ist. Ein großes Panoramafenster mit Mesh sorgt für ordentlich Durchlüftung. Zusätzlich zur Vordertür gibt es eine Seitentür die an heißen Tagen für ausreichend Frischluft sorgt. Toll wär eine doppelte Seitentür da immer wenn wir das Zelt verlassen wollten die Stangen aus der Tür entfernen werden müssen um das Zelt schließen zu können. Alternativ hätten wir natürlich die Tür aufrollen können, aber so geht der Sonnensegeleffekt verloren. Auch zusätzliche Fliegengitter wären von Vorteil. Die drei durchsichtigen Fenster können wahlweise mit grauem Stoff geschlossen oder geöffnet werden. Hierzu rollt man den Vorhangstoff einfach nach unten und befestigt ihn unterhalb des Fensters. Eine Durchlüftung gibt es an diesen Fenstern zwar nicht. Für ausreichend Zugluft sorgt jedoch das große Fenster und mehrere Netzeinsätze im Dach.

    Im Innenraum gibt es einige nette Features: Eine Öffnung zum Einführen des Stromkabels für Kühlbox, Lampen und Co. Klettverschlüsse zum Hinaufführen des Stromkabels und einen Deckenhaken für eine Lampe. Durch die vielen kleinen Gardinenbefestigungen gibt es auch ausreichend Möglichkeiten um zum Beispiel eine Wäscheleine zu spannen. So kann bei schlechtem Wetter ungestört alles trocknen was nass geworden ist.

     

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    Der Abbau ist ein Kinderspiel. Innerhalb von 10 Minuten haben wir alles ordentlich verpackt. Das Zelt liegt mit seinen Gewicht von rund 13 Kilo im Mittelfeld des aktuellen Zeltangebotes. Ich finde es für unseren kleinen Bus etwas zu schwer und für unsere Zwecke zu groß. Für Familien mit Kindern würde ich es jedoch empfehlen, da so genügend Platz für gemeinsame Mahlzeiten und Spieleabende bei schlechtem Wetter ist. Auch als zusätzlicher Schlafraum eignet es sich hervorrangend. Bei klarem Himmel kann man ideal aus dem leicht schrägem Panoramafenster die Sterne beobachten.

    Für uns ist das Platzangebot aktuell etwas überdemensioniert. Wir reisen gerne täglich weiter und stehen häufig frei weshalb das Zelt nur selten zum Einsatz kommen würde. Eine kleinere Version, die noch platzsparender im Hochdach unseres Busses verstaut werden könnte wäre allerdings eine Überlegung wert.

     

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    Fazit: Gutes Preisleistungsverhältnis. Robuste Verarbeitung, Modernes Design mit individuellen Details (Neon-Leinen, Stromkabelführungen etc.). Ausreichend Platzangebot (Für Paarurlauber fast zu groß. Für Familien ideal). Hervorragende Belüftung durch Mesheinsätze. Kleine Kritikpunkte für fehlende Fliegengitter an den Türen sowie ungenügende Aufbauanleitung. Meine Pro- und Contraliste fasst nochmals alle wichtigen Punkte zusammen:

    PRO
    – Design
    – Farbige Applikation für gute Wiedererkennung
    – Farbige Spannseile
    – Große Fenster (Gute Belüftung und viel Licht)
    – Ausreichend Befestigungsmöglichkeiten für Wäscheleine, Lampe, etc.
    – Großer Einstieg zum Bus (Zweifach verstellbar)
    – Eingenähter Zeltboden
    – Freistehendes Zelt
    – Gute Qualität

    CONTRA
    – Zu groß (Genauso groß wie VW Bus)
    – Aufbau nur zu zweit praktikabel
    – unzureichende Aufbauanleitung
    – Fliegengitten an den Türen wären wünschenswert

    Das Zelt ist über Frankana für 349€ verfügbar.

     

    Vielen Dank an Brunner und Frankana, die mir das Zelt zur Verfügung gestellt haben.

    Alle Blog-Beiträge werden von mir nach meinem Cruising Campers Kodex zu Kooperationen und Produktvorstellungen erstellt. Die im Beitrag erwähnten Unternehmen haben keinen Einfluss auf die redaktionelle Ausrichtung meiner Beiträge, sodass jeder Bericht meine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke beinhaltet.

3 Comments

  • danke für den Test. Auch wir sind am Überlegen uns ein Vorzelt zu kaufen, wobei es schnell gehen muss mit Auf- und Abbau, denn auch wir wollen Reisen und nicht Stehen 😀

    • Stimmt, Kathi. Mit etwas Übung würde man das Zelt sicher schnell auf und ab bauen können. Übung macht ja schließlich den Meister. Ich habe auch schon an eins mit Air-System gedacht. Da spart man sich das nervige Handling mit den Stangen.

  • Hallo Kaati,

    Ihr könnt gern mal unser Vango Kela aufbauen. Das geht durch das „Luftgestänge“ extrem flott und hat schon den wildesten Stürmen an der dänischen Westküste getrotzt.

    Da staunten einige Dauercamper mit 100Kg Stahlrohr im Vorzelt schon Bauklötze

    Würde kein anderes Vorzelt mehr kaufen.

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