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    Von Kiel rollen wir die gemütliche Stunde bis zur dänischen Grenze. Unser erstes Ziel ist Aarhus, die europäische Kulturhauptstadt 2017 und die zweitgrößte Stadt Dänemarks. Es ist das erste Mal, dass wir hier sind. Nur Gutes habe ich bereits gehört und unzählige Bilder im regenbogenfarbenen Highlight des Designmuseums AROS auf Instagram gesehen. Natürlich statten wir daher dem Museum einen Besuch ab.

    Es ist ein weißes Designwerk im minimalistischen Stil. Typisch skandinavisch halt. Nur der riesige Bogen auf dem Dach des Gebäudes ist nicht zu übersehen. Im Inneren verläuft sich die Besuchermasse in der Größe des Baus. Auf der oberen Ebene, unterhalb des Bogens, wird in regelmäßigen Abständen Wasserdampf versprüht. Eine Kunstinstallation die bei 20 Grad richtig gut tut. Ja genau: 20 Grad und Sonne! Schon jetzt hat es sich gelohnt dem regnerischen Juni in Kiel hinter sich zu lassen und in den Norden zu fahren. Es ist als würde die dänische Fröhlichkeit das miese Wetter einfach vertreiben. Wir drehen eine Runde im Regenbogen und testen welche Farbe am besten zu unserem Teint passt. Einige Schnappschüsse wirken wir schlechte Fotomontagen.

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    Zurück in der Stadt schlendern wir durch die Frederiksgade und landen mit knurrenden Mägen im Burger Shack. (Die Fries mit frischen Kräutern sind mega lecker!) Es ist Sonntag, daher haben die meisten Geschäfte geschlossen und trotz des diesjährigen Titels „Kulturhauptstadt“ ist es nicht überlaufen. Durch Zufall kommen wir durch die Mollestien Gasse die bezaubernde kleine, alte Stadthäuser beherbergt die von Gladiolen gesäumt sind.

     

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    Wenn wir schon in der Kulturhauptstadt sind dann nehmen wir unsere Aufgabe auch ernst und treten Programmpunkt Nummer Zwei an. Das Freilichtmuseum GAMLE BY in Aarhus.  Das Gelände umfasst Gebäude aus verschiedenen Epochen beginnend im 15. Jahrhundert. Sogar eine Straße im Stil der 1970er gibt es mittlerweile. Auch wenn Freilichtmuseen bisher nicht mein Fall waren muss ich sagen, dass dieses mich überzeugt hat. Obwohl wir wiedermal nicht vorbereiten waren auf das „Hygge“ der Dänen. Wer rechnet schon damit, dass es im inneren eines Freilichtmuseums unzählige Sitzgelegenheiten gibt an denen man seine mitgebrachten Speisen und/oder Wein verzehren darf. Überall sitzen gesellige Dänen herum und schauen ihren Kindern zu wie sie sich auf einem alten Jahrmarkt vergnügen. Bowling mit einer Holzkugel, Dosenwerfen, usw. Wir stöbern durch die unzähligen Gebäude. Immer wieder verlieren wir uns in den Wegführungen. Es passiert, dass wir in einer Mofawerkstatt im Keller eines Gebäudes starten, in einen Kindergarten der 70er stolpern und am Ende vor einem Automaten für „Schmuddelheftchen“ stehen.

     

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    Es ist bereits Nachmittag als wir das Museum verlassen und es ist Zeit sich nach einem Schlafplatz umzusehen. Unser Ziel? Der Parkplatz von KALO SLOTSRUIN. Hier soll es möglich sein „wild“ zu übernachten. Als wir dort ankommen ist der Parkplatz brechend voll. Natürlich würde es in den nächsten Stunden ruhiger werden, da aber Sommerferien sind vermuten wir, dass es am nächsten Morgen wieder belebt sein wird. Also bemühen wir Google Maps und spähen einen neuen Platz aus. Etwa fünf Minuten entfernt. Dort angekommen genießen wir einen noch schöneren Blick. Denn die Schlossruine liegt auf den anderen Uferseite. Wir hoffen, dass uns an dem kleinen Ausläufer niemand verjagen kommt. (Immer wenn wir wild stehen verhalten wir uns so unauffällig wie möglich: Also keine Stühle vorm Camper und platzsparend parken, so dass die Dänen nicht gestört werden.)

    Wir haben Glück und niemand scheint sich für uns zu interessieren. Lediglich gegen Abend erschrecken wir kurzzeitig als wir Stimmern hören. Verwirrt blicken wir um uns und sind beruhigt als wir drei Mädels auf ihren SUPs entdecken, die die kleine Bucht ansteuern um ein Bierchen zu trinken. Die Sonne ist selbst am Abend noch so warm, dass ich die Schiebtür mit einem Tuch abhänge. Der warme Luftzug strömt durch den Bus und Kai und ich fallen in vollkommene Zufriedenheit.

    Am nächsten Morgen nutze ich das spiegelblanke Wasser um mein neues SUP auf dänischem Gewässer zu testen. Die Schlossruine auf dem anderen Ufer ist das erklärte Ziel. Bis zur Hälfte der Strecke ist das Wasser zum Teil so flach, dass ich befürchte meine Finne bleibt stecken. Seesterne und Krebse befinden sich am Boden und ich träume schon von Tümlern als der Grund langsam verschwindet und das Wasser pech schwarz wird. Ok, jetzt habe ich Panik! Ich bin ziemlich weit vom Ufer entfernt. Hektisch paddel ich die 20 Meter zurück bis ich Seesterne und Algen wieder sehen kann. Das erklärte Ziel bleibt also in weiter Ferne und ich drehe um. Denoch werde ich belohnt: Plötzlich lugt eine Robbe etwa 20 Meter von mir entfernt aus dem Wasser. Neugierg schwimmt sie ein kleines Stück auf mich zu und taucht wieder ab um an fast derselben Stelle erneut nach mir zu sehen. Etwa 10 Minuten lang beobachte ich das Treiben. Ich bin begeistert. Meine erste Tour auf dänischem Wasser und direkt eine Begegnung mit einer Robbe.

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    Gegen 11 Uhr brechen wir auf um uns die Kalo Slotsruin anzusehen. Das Betreten ist kostenlos und die kleine Landzunge liegt malerisch in der Ostsee. Kühe laufen frei auf der Anlage herum und Grasen zwischen Meer, Ruine und Touristen. Erste Segler verlassen die vorgelagerte Bucht und schlängeln sich ihren Weg durch das flache Wasser, welches golden glitzert.

    Unsere Reise geht noch weiter, hinüber an die Nordsee. Doch dies ist eine andere Geschichte, die ich euch schon ganz bald erzähle…

     

     

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