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    Campen direkt am Strand, Duschen unter freiem Himmel und bunte Kiteschirme in der Luft soweit das Auge reicht. Ich habe am vorletzten Wochenende den diesjährige Kitesurf-Worldcup in St. Peter-Ording besucht. Jedes Jahr treffen sich Kitesurfer aus aller Welt, um ihre Wettbewerbe vor tausenden Besuchern auszutragen. Charmantes Beiwerk gibt es in Form eines Kite-Dorfes am Strand. Dort gibt es neben zahlreichen Shops und Ausstellungsflächen von Kite-Brands und Sponsoren, Verpflegung in allen Variationen auch ein buntes Rahmenprogramm. Verlosungen, Sportangebote und Musik von bekannten Acts. Dieses Jahr war unter anderem das Beginner Soundsystem zu Besuch und sorgte für tanzwütige Menschenmengen im Sand.  Knapp 6 Jahre ist mein letzter Besuch des Events her. Es ist noch größer geworden. Viel größer! Eine unfassbar Zahl an Campern und Autos /// Jeder fahrbarer Untersatz wurde an diesem Wochenende als Schlafgelegenheit missbraucht. /// hatten auf dem riesigen Strandparkplatz ein Zuhause gefunden. Die waren alle schon vor uns hier?

    Gut, dass mein Navi uns über die kleinsten Straßen, die es in seinem Kartenmaterial finden konnte, schickte. Denn der Vorteil war, dass wir so unterwegs überhaupt keine Verkehrsbehinderungen hatten. Wir trudelten gemütlich in St. Peter ein und beendeten unsere Anreise mit einer rasanten Fahrt über den Pulversand, der sich auf dem Strandparkplatz türmte, um nicht stecken zu bleiben. Ich visierte bereits von Weiten meinen Wunschparkplatz an, um auf gar keinen Fall anhalten zu müssen. Und so ergatterten wir einen Parkplatz, von dem wir direkten Blick auf das Meer hatten.

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    Es war bereits 8 Uhr. Wir wollten trotzdem zu allererst die Füße in die kühle Nordsee /// OK. So kühl war sie auch nicht mehr /// tauchen. Beim Überlaufen des Strandes stellte ich wieder einmal fest wie riesig dieser Strand ist und wie schön der Anblick der Pfahlhäuser auf ihm.

    Wir machten es uns vor dem Camper gemütlich. Ich kochte eine Fuhre Pasta für mich und meine Schwester und wir öffneten die erste Flasche Wein. In der Dämmerung traten wir den Weg zum Kitesurf-Dorf an, welches für das Event am Strand von St. Peter-Ording errichtet wurde. 20 Minuten Fußmarsch vorbei an den unterschiedlichsten Campern. Einen gelben amerikanischen Schulbus, einen VW T2 Bulli mit kleinem Hubdach oder einen alten DDR Qek Junior Wohnwagen. Dazu gesellten sich die unterschiedlichsten Musikrichtungen /// Oh Gott es gibt nichts schlimmeres als von zwei verschiedene Musikquellen beschallt zu werden. /// und tanzend Menschen auf den Dächern ihrer Busse.

    Im Kitesurf-Dorf angekommen tanzten wir ausgelassen zu einer Musikrichtung und präparierten dabei in kurzen Intervallen unsere Tanzfläche neu, da wir den Sand mit unseren Füßen immer wieder erneut zu kleinen Türmen aufschoben. Tanzen unter freiem Himmel ist eindeutig eine tolle Erfindung. Vor der Bühne war eine Meute von mehreren hundert Menschen versammelt die neben dem Tanzen einige Strandbälle über die Menge fliegen ließen. /// Da ich natürlich nicht aufpasste landete einer dieser Bälle in meinem Gesicht. Aber Luft ist ja zum Glück nicht gerade schwer. ///

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    Nach einer kleinen Stärkung im Foot-Corner des Dorfes (Die Auswahl war riesig: Pasta, Pizza, Burritos, Currywurst & Pommes, Asiatisch,…) gingen wir zurück Richtung Parkplatz und entdeckten eine kleine Privatparty. Innerhalb eines Autokreises tanzen ca. 100 Menschen begleitet von Seifenblasen im Sand. Da haben wir direkt mitgemacht. Als diese Feier dann leider aufgelöst wurde zogen wir uns in den Camper zurück und schliefen bis die Wärme uns weckte. /// Ach nein: Es war das Hämmern des Kurtaxen/Parkplatgebühr-Eintreibers an unseren Camper /// Pünktlich um 7.30 Uhr jeden Morgen. Nach der Geldübergabe konnten wir zum Glück noch etwas weiter dösen.

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    Als ich endlich meine Augen öffnen konnte strahlte die Sonne schon in vollen Zügen. Also eine schnelle Katzenwäsche und ab an den Strand. Dort hatte schon die Strandmuschel-Invasion begonnen. In den unterschiedlichsten Farben, Farbkombinationen und Formen tummelten sich die halbrunden Zelte am Strand, sodass wir uns ohne den Windschutz beinahe als Außenseiter fühlten. Amüsiert beobachtete ich die Menschen wie sie verzweifelt versuchten ihre Strandmuscheln in Form zu bringen und wenn sie es geschafft hatten nicht direkt mit ihnen hinfort zu wehen. Der Strand füllt sich mehr und mehr und schon bald sind um uns herum so viele Strandmuscheln, dass wir auch ohne ein eigenes Exemplar Windschutz genoßen.

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    Gegen Nachmittag machten wir uns auf, um die Veranstaltungen des Kite-Worldcups anzuschauen. /// Leider mussten wir feststellen, dass kein Wettbewerb statt fand, da der Wind für die Profis nicht ausreichte.  /// Wir schlenderten entlang der Wasserkante und  steckten beim Durchqueren der Priele immer mal wieder mit unseren Füßen tief im Schlick fest. Es gab zwei Möglichkeiten: 1. Augen zu und durch. 2. Umdrehen. Ich entschied mich für Nummer 1 und meine Schwester für Nummer 2.  /// Zum Glück sind die Priele nicht groß und das Umlaufen meiner Schwester dauert nicht lange. ///

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    Je dichter wir uns dem Kitesurf-Dorf näherten, desto farbenfroher leuchteten die Kites am Himmel. Und dennoch lagen so viele Kites der Profis vor dem Dorf am Strand, dass man hätte denken können es wären wunderschön gestaltetet Strandmuscheln. Im Dorf herrschte reger Andrang an den Ständen. Einige spielten Beachvolleyball, andere chillten auf Fatboys im Schatten und wieder andere übten sich im Indo-Boarding (Einem kleinen Holzboard auf einer Rolle). Wir machten es uns ebenfalls im Schatten bequem.

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    Das Kitesurf-Event findet jedes Jahr im August statt und hausiert 10 Tage am Strand von St. Peter-Ording. Alle Camper, die einmal im Jahr am Strand von St. Peter-Ording campieren und in den Genuss von einem bunten Rahmenprogramm kommen möchten sollten das Event einmal besuchen. Offiziell ist das Campen auf dem Strand natürlich nicht erlaubt. Der Strandparkplatz ist laut Verordnung nur von 7 bis 22 Uhr geöffnet und kostet für 2 Personen inkl. Auto / Kurtaxe 12€. Wer über Nacht stehen bleibt kassiert ein Knöllchen in Höhe von 30€ pro Nacht.

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