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    Die Sonne war bereits vor einer Stunde untergegangen als Kai und ich das Ortseingangschild Fjaltring erreichten. In der Dunkelheit bahnten wir uns unseren Weg durch den kleinen Ort an der Nordseeküste Dänemarks. Mit aktiviertem Fernlicht und ordentlich Schwung nahm ich die letzte sandige Kurve hinunter zum Strandparkplatz. Die Camper die es sich bereits in ihren rollenden Mobilheimen gemütlich gemacht hatten fragten sich vermutlich: „Was für ein Idiot!“.

    Upps! Ich hatte halt nicht erwartet, dass der Parkplatz bereits erreicht ist. Schnell schaltete ich das Licht aus und parkte unseren Camper auf einem wie für uns freigehaltenen Privatparkplatz direkt in der ersten Reihe. Da es bereits 21 Uhr war entschlossen wir uns nur noch schnell etwas zu essen und dann unser Nachtlager im Camper zu errichten.

    Mit den ersten Sonnenstrahlen des nächsten Tages erstrahlte die dänische Küste im goldenen Glanz der morgendlichen Ruhe, bevor der erste Camper einen Fuß vor die Tür gesetzt hat. Wir konnten uns an dem Schiebetürausblick der Küste gar nicht satt sehen.

    Da die Wetterfee uns für dieses Wochenende sommerliche Temperaturen gezaubert hatte entschieden wir uns bei dem warmen Lüftchen in die Nordsee zu springen. Es benötigte ein wenig Überwindung, aber hinterher fühlten wir uns erfrischt und hellwach. Um das Salz von der Haut zu spülen nutze ich die kostenlosen Außenduschen der Sanitäranlagen des Parkplatzes. (2 Außenduschen, 3 Toiletten und 1 Außenwaschbecken)

    CruisingCampersBlog_FjalringMorgen

    Hellwach und tiefenendspannt genoss ich meinen morgendlichen Kaffee vor dem wunderschönen Panorama. Ab und an kamen dänische alte Damen und Herren mit ihren Kleinwagen angefahren um ebenfalls in die kühle Nordsee zu hüpfen. Ich stellte fest, dass die Dänen wirklich abgehärtet sind. Keiner der Badewütigen jammerte so laut oder fuchtelte so wild wie ich mit den Armen umher beim Gang in die See.

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    Gestärkt erkundeten wir das kleine Örtchen Fjaltring. Der Spaziergang zum Ortskern (Fjaltring besteht aus ca. 3 Straßen) dauerte ca. 15 Minuten. Es ging entlang einer Reihe Felder auf denen vermutlich Kohl angebaut wurde. Wir passierten eine wunderschöne weiße und  typisch dänischen Kirche, die gerade saniert wurde. Unterwegs kauften wir noch ein Glas Himbeergelee am Wegesrand. /// Und mussten schmunzeln, als wir feststellten, dass die Konfitüre mittels Mobile-Pay bezahlt werden kann. Außerordentlich einfallsreich die Dänen! ///  Nach einer  Links- und Rechtskurve erreichten wir den kleinen Kaufmannsladen. Die örtliche Attraktion bildete eine Wand mit hölzernen Pfundstücken. Kai bestand darauf sein Lieblingseis aus Kinderheitserinnerungen zu kaufen. Das Guld Horn Eis, welches ich nur aus Dänemark kenne enthält einen umgedrehten Schokokuss im Inneren. Sehr zu empfehlen!! Mit dem Eis in der Hand schlenderten wir zurück zum Parkplatz um die Sonne zu genießen.

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    Am Camper angekommen entspannten wir uns in unseren Campingstühlen, versanken in unsere Bücher und hoben ab und an den Blick um sicher zu stellen, dass der herrliche Ausblick nicht verflogen ist. Die Nordsee lag still wie ein See vor uns. /// Dies sorgte für ein langes Gesicht bei Kai, da schließlich drei Surfboards auf unserem Camper-Dach auf ihren Einsatz warteten. Ich freute mich über das Ausbleiben des Windes. So wurde der idyllische Platz nur von wenigen Campern besucht, die kein Surfbrett dabei hatten. Außerdem flogen meine Haare mal nicht unkontrolliert in der Gegend herum. /// Dieser Platz ist wirklich ideal um ewig hier zu verweilen. Es ist für alles gesorgt. Toiletten, Duschen und sogar einen Grillplatz ist vorhanden.

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    Die Zeit verflog in unseren Liegestühlen und wir machten uns auf einen langen Strandspaziergang. Dünen soweit das Auge reicht. Es ist unvorstellbar, dass diese irgendwann abreißen mussten. An diesem Wochenende war kaum eine andere Person am Strand unterwegs. Lediglich eine Dänin mit Sohn und Hund lief uns über den Weg. Als wir eine der hohen Dünen erklimptem konnten wir den Stellplatz von einer ganz anderen Perspektive betrachten. Im Hintergrund sind die weiße Trans Kirke (die Kirche ein Örtchen weiter) und der markante Leuchtturm Bovbjerg Fyr zu erkennen. (Ein ausführlicher Artikel zu diesen Sehenswürdigkeiten folg in Kürze) Beim Ablichten des Stellplatzes fielen uns die hunderten Marienkäfer auf, die im Dünengras verweilten. Kleinigkeiten können eben häufig die schönsten Momente hervorbringen!

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    Infos zum Stellplatz:

    Fjaltring

    • Parkplatz kostenlos (Platz für ca. 20-25 Camper)
    • WC / ja
    • Außenduschen / ja
    • Allgemeiner Parkplatz der Gemeinde Fjaltring, daher keine Reservierung möglich
    • Grillplatz hinter dem Parkplatz
    • GPS Daten: N 56 28 32 E 08 07 28
    • Adresse: Kjeldbjergvej 25, 7620 Lemvig

6 Comments

  • Hej,
    mal eine (vielleicht recht doofe) Frage, aber die Außenduschen in Fjaltring, können die auch Warmwasser? Oder gibt es auch Innenduschen (gerne auch, wenn man diese bezahlen muss) mit Warmwasser?
    Wir fahren übernächstes Wochenende nach Dänemark mit dem Bulli und ich würd gern dort halt machen, in der Hoffnung noch ein paar Wellen zu bekommen 🙂

    Viele Grüße und vielen Dank für den tollen Artikel, jetzt freue ich mich noch mehr auf den Trip!

    Beste Grüße

    • Hey Andreas, in Fjaltring gibt es nur eine Außendusche mit Kaltwasser. Das heißt Zähne zusammenbeißen und anschließend einen heißen Tee trinken 🙂 Lieben Gruß und viel Spaß!

  • Puh, holla, da bin ich mal gespannt!
    Hoffentlich bleiben die Temperaturen noch über 15°C ^^

    • Leider standen im Mai 2017 Verbotsschilder für Wohnmobile von 23-6 Uhr an dieser Stelle. Es ist ansonsten echt traumhaft dort!
      eDe

      • Oh das ist schade zu hören. Danke für das Update. Da werde ich zeitnah auch Mal wider hinfahren und ein Update hier veröffentlichen. Danke für die Info!

  • Pingback:Die schönsten Stellplätze weltweit - 13 Blogger verraten ihre Highlights // take an adVANture

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