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    Das Ortschild Nymindegab lässt mein Herz höher schlagen. Denn kurz hinter dem Städchen kommt mein Lieblingsmoment auf der Fahrt Richtung Hvide Sande an der dänischen Nordseeküste. Die Straße macht hier einen Knick und führt auf dem schmalen Landstreifen zwischen Nordsee und Ringköbingfjord entland. Zur linken die wunderschöne Dünenlandschaft, die mir immer wieder eine leichte Gänsehaut bescherrt und zur rechten der idyllische Ringköbingfjord auf dem kleine Fischerboote fahren. Die Landschaft hätte kein Maler besser in Szene setzen können und die vielen kleinen Ferienhäuser in den Dünen lassen mein Urlaubsbarometer direkt steigen. Von hier aus ist es nicht mehr weit zu unserem Stellplatz. Knappe 20 Minuten genießen wir die Fahrt durch dieses Gebiet. Leider bescheren uns die Windverhältnisse heute keine Gleischirmflieger die das so genannten Küstensoaring betreiben. Manchmal haben wir Glück und sehen die bunten Schirme bereits von der Straße. Sollte es euch vergönnt sein haltet unbedingt an und macht es euch in den Dünen bequem. Die Flieger haben großen Spaß daran nah an euch vorbeizusausen oder den ein oder anderen Klönschnack zu halten. In Hvide Sande gibt es drei Möglichkeiten für Camper zu übernachten. Die Stadt stellt diese Wohnmobilflächen in Hafennähe für ca. 12€ pro Nacht zur Verfügung. (Am Automaten bezahlbar) Ich stelle euch alle drei Plätze vor, würde jedoch immer eher zu Nummer 3 tendieren. Im Hafen gibt es ein kleines Toilettenhäuschen mit Duschen, die mit Kronen benutzbar sind. Mit dem Fahrrad sind es gerade einmal ein paar Minuten von allen Plätzen.

    1. Stellplatz südlich des Hafens: Wellenreiter-Spot
      Dieser kleine Stellplatz hinter einer Düne ist häufig sehr windgeschützt und auf dem kleinen angrenzenden Parkplatz gibt es eine Toilette. Sobald die richtigen Windverhältnisse vorherscherrschen ist der Platz teilwese überlaufen, da viele Surfer diesen bevorzugen um sich am nahegelegenen Surfspot in die Fluten zu stürzen. Alle geruchsempflindlichen Camper sollten die letzten 100m vor dem Platz eine Atempause machen, da der Weg direkt zwischen den Fisch-Abfertigunghallen entlang führt.
    2. Stellplatz an der Fischfabrik nördlich des Hafens: Schiffe-Spot
      Von diesem Stellplatz hat man einen herrlichen Blick auf den Hafen und kann die ein- und ausfahrenden Kutter beobachten.  Die Toiletten sind 50m vom Platz entfernt. Nachts kann es hier durch die Generatoren der Fabrikhallen im Hafen teilweise etwas lauter werden. Bezüglich des Geruchs gilt hier das selbe wie für Platz Nummer 1.
    3. Nördlicher Stellplatz an den Windrädern: Meerblick-Spot
      Den dritten Platz bevorzuge ich, da er nicht in unmittelbarer Lage zu den Fischhallen liegt, freien Blick aufs Meer bietet und häufig leerer ist als die anderen. Dafür gibt es hier keine Toilette. Allerdings ist es mit dem Fahrrad kaum weiter zum Toilettenhäuschen von Platz zwei als auf manch anderem Campingplatz. Die drei Windräder heulen bei starken Böen ein wenig, aber irgendwie gehört das an der Küste doch dazu.

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    Wir parken unseren VW Bus auf dem Platz am Meer und springen direkt raus um die Füße in den feinen Sand zu stecken. Es ist zwar schon Mitte September doch der Wettergott hat noch ein paar Sommertage für uns übrig. Also nutzen wir die Gelegenheit und Grillen mit Blick auf die Nordsee. Es befinden sich heute nur drei weitere Wohnmobile auf dem Platz, wovon wir definitiv das kleinste besitzen. Die Herrschaften in ihren weißen Kolossen schaffen es auch nach Stunden nicht einen Fuß vor ihr Gefährt zu setzen. Wir hingegen sitzen eingekuschelt in einer Wolldecke an unserem auskühlenden Grill und sehen der Sonne zu wie sie sich langsam zum Horizont neigt.

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    Am nächsten Morgen drängen uns unsere Hummeln im PoPo die Fahrräder zu schnappen und eine kleine Tour Richtung Norden zu unternehmen. Der Fahrradweg (Vom Stellplatz Nummer 3 auf dem Fabriksvej Richtung Hafen fahren und dann kurz bevor es rechts auf den Troldbjergvej geht links in den Fahrradweg einbiegen) führt uns durch die Dünenlandschaft, entlang des Campingplatzes „Norre Lyngvig“ bis wir den „Lyngvig Fyr“ Leuchtturm in der Ferne erblicken. Wir machen ein kleines Strandpäuschen auf einer der größten Dünen mit Panoramablick über die Landschaft. In der Ferne sieht man den Ringköbingfjord blitzen. Auf dem Rückweg erkunden wir die Gegend um den alten Binnenhafen. Hier wurden bereits viele der alten kleinen Fischerhäuschen in Ferienhäuser umgebaut. Erstaunlicher Weise bleibt der Charakter der Siedlung hierbei gut erhalten, denn alle neuen Häuser sind genauso groß wie die alten, meist ähnlich schlicht und binden sich so perfekt in die Umgebung ein. Bevor wir zurück zu unsere Bulli radeln lassen wir es uns nicht nehmen einen dänischen Hotdog an der Pölser Bude am Hafen einzunehmen, denn was wäre ein Dänemarkurlaub ohne einen Risted Hotdog!

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    Und wo treibt es euch in Dänemark hin? Schreibt mir eure Lieblingsspots und warum ich zu denen unbedingt mal einen Campervan-Trip machen muss.

    Weitere Dänemark-Berichte folgen in Kürze.

4 Comments

  • Den Fotos zu folge hatte ihr mit dem Wetter echt Glück 🙂
    Meine höchste Reise in den Norden ging bis nach Fehmarn, mal sehen ob ich es die nächsten Jahre noch weiter schaffe 😉

    • Hey Kai, das stimmt. Allerdings fahren wir jedes Jahr Mitte bis Ende September nach DK und haben eigentlich immer Glück. Die Dünen sind halt ideal als Windschutz. Mit einer Decke kann man in ihnen Schutz suchen und auch im September oft noch ein paar Stunden im Bikini faulenzen.

  • Moin Moin!

    Gerade entdeckt deinen Super Beitrag über Hvide Sande. Wir sind dort auch desöfteren unterwegs, und am Platz 1, dem Surferparkplatz gibt es mitlerweile sogar warme Duschen! Traumhaft um sich erstmal wieder aufzuwärmen.

    Beste Grüße, Marina&Max

    • Hey Marina & Max,

      danke für die coole Info. Habs letzte Woche auch gesehen. Ist ja brand neu das Sanitärhaus an dem Stellplatz beim Surfspot. Danke für den Tipp!!

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