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    Rügen bietet viele Sehenswürdigkeiten und Anziehungspunkte für Touristen – daher waren wir bei unserer ersten Reise nach Rügen Ende September froh, dass wir die Insel während der Nebensaison erleben konnten. Man spührte wie sich die gesamte Insel vom Ansturm des Sommers erholte. Die von uns erkundeten Orte waren immer noch gut besucht, aber wohl nichts im Vergleich zur Hauptsaison. Wir genossen die Ruhe der langen Sandstrände und das unbekümmerte Herumcruisen auf Rügens Straßen. (Durch die Sanierungsarbeiten der Straßen wurden wir so manches mal auf Umleitungen geschickt – hierdurch sahen wir aber häufig Orte, die wir auf direktem Weg zum Ziel verpasst hätten.) Am Zweiten Tag unseres Aufenthalts wollten wir wie wohl fast jeder der Rügen besucht hinauf zum Königsstuhl, dem bekannten Kreidefelsenvorsprung im Nationalpark Jasmund.  Also ließ ich Cream (unsere rüstige VW T3 Dame) ein bisschen arbeiten und wir tuckerten die 118 Höhenmeter hinauf zum Großparkplatz in Hagen (ca. 3km vom Königsstuhl entfernt).

    Dort angekommen waren wir überrascht, dass man auf dem großzügig angelegten Parkplatz mit dem Wohnmobil übernachten darf. Hätten wir noch einen Platz für diese Nacht benötigt wären wir dort geblieben. (Unsere Reiseplanung führte uns jedoch noch an diesem Tag Richtung Stralsund zurück) Der Ausblick vom Stellplatz ist wahnsinnig idyllisch. Die grüne Wiese liegt für mich als Norddeutsche in einem Bergpanorama. (Vielleicht sind es nur Hügel, aber wer vom platten Land kommt nimmt eben Hügel schon als Berge war.) Der blaue Himmel strahlte über uns und die paar kleinen Wölckchen wagten es nicht sich vor die Sonne zu schieben. Schöner konnte der Stellplatz sich nicht präsentieren. Dazu kam noch die Ruhe der Nachsaison. Der Parkplatz war zwar gut gefüllt, aber auf dem Abschnitt für Wohnmibile befanden sich lediglich 8 Fahrzeuge.

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    Nach einer kurzen Erkundungstour über den Platz lud Kai unsere wiedermals mitgenommenen Profiräder (1 Klapprad und ein 80er Herkules Fahrrad mit noch 3 funktionierenden Gängen) ab. Mir graute es schon vor der kurzen Radtour zum Königsstuhl, da die Fahrt in Cream bereits ordentlich auf und ab ging. Nach einigen Anstiegen, gefühlten 50 Minuten krampfhaften in die Pedale treten und unzähligen entsetzen Blicken von vorbeifahrenden vollausgestatteten Urlaubern kamen wir am Königsstuhl an. Wir entschieden uns entgegen der meisten ankommenden Touristen für den Weg runter zum Strand und nicht für den kurzen Weg zur Aussichtsplattform. Die 412 Stufen der sich schlängelnden Holztreppe wirkten endlos, da wir gespannt waren was uns unten am Strand erwarten würde. Am kieselige Strand schlenderten bei unserer Ankunft nur vereinzelt Touristen herum. Eine ideale Situation also. Wir spazierten links am Wasser entlang und bereits nach 2 Minuten Fußweg stieg die weiße Steilküste hervor, die mich im Sonnenschein unter blauem Himmel mehr beeindruckte als ich erwartet hatte. In der Ferne sahen wir vereinzelt die Ausflugsboote vorbeifahren, die den Touristen die Kreidefelsen von der Wasserseite zeigten. Wir machten Halt und ließen uns in dem traumhaften Panorama unseren mitgenommenen Kaffee schmecken.

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    Die 412 Stufen zurück zur Spitze musste ich mit einigen Pausen hinter mich bringen (Ich muss unbedingt wieder mehr Sport treiben). Oben angekommen stellte Kai fest, dass er auf dem Weg nach unten den kleinen Sicherheitsschlüssel seines Klapprads verloren hatte. Also knackte er in mitten neuwertiger Touri-Fahrrädern das Schloss mit zwei meiner Haarnadeln, wobei wir beim Umdrehen des Fahrrads ca. 2 Liter rostbraunes Wasser aus dem Gestänge auf dem Gehweg verteilten. (Gut dass man sich im Nachhinein an diese Geschichten am liebsten erinnert.) Die Rückfahrt war wieder erwarten nicht so anstrengend und bei Ankunft am Campervan stellten wir fest, dass diese gerade einmal 16 Minuten gedauert hat. Ein wirklich gelungener Ausflug. Sollte man die Gelegenheit haben den ganzen Tag dort zu verbringen ist sicher auch der Wanderweg empfehlenswert. Die kürzeste Strecke umfasst einen Fußmarsch von ca. 6 Kilometern.

    Infos zum Stellplatz:

    Wohnmobilstellplatz Königsstuhl (Rügen):

    • 10,50€ für Campervan ohne Strom (Platz für ca. 40 Camper)
    • WC / ja (Nachts 50 Cent)
    • Duschen / ja (Mit Duschmarken 1 Euro)
    • Abwasser, Frischwasser, Entsorgung Chemietoilette / ja
    • GPS Daten: N 54 33 44 O 13 37 35
    • Adresse: Stubbenkammerstraße 57, 18551 Lohme
    • Telefon: 038302/88855
    • Hier gehts zur Website des Stellplatz Königsstuhl

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